Reduzierung der CPU-Last

 

  • Live Versionen: 8-10
  • Betriebssysteme: Alle

Eine übermäßige CPU-Belastung in Live kann zu Audioaussetzern, Knacksern und/oder langsame Reaktion in Live führen. Hier findest Du Tipps, um die CPU-Last so weit wie möglich zu reduzieren.

Hinweis: Die CPU-Anzeige in Live zeigt die Leistung der CPU an, die gerade Audio verarbeitet, und nicht die gesamte CPU-Auslastung. Um eine genaue Anzeige der aktuellen CPU-Auslastung insgesamt zu erhalten, öffne am besten Activity Monitor (Mac) oder Task Manager (Win). Mehr Informationen in diesem Artikel.

  1. Optimierung der Audio und CPU Voreinstellungen in Live
  2. Tipps zu CPU intensiven Plugins
  3. Tipps zu Audiodateien
  4. Tipps zu generellen Systemkomponenten
  5. CPU-Drosselung reduzieren
  6. Aufrüstung Deiner Computerkomponenten

1. Optimierung der Audio und CPU Voreinstellungen in Live

Hier einige Hinweise zur Optimierung in Live's Voreinstellungen:

Senke die Sample Rate

Du findest sie in Live's Voreinstellungen unter Audio. Eine niedrigere Sample Rate führt zu geringerer CPU Auslastung. Die Standardwerte liegen bei 44.100 bzw. 48.000 kHz. Es ist generell empfehlenswert, die Sample Rate vor Beginn eines Projektes einzustellen.

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Erhöhe die Puffergröße

Wie die Sample Rate, findest Du auch die Puffergröße in Live's Voreinstellungen unter Audio. Erhöhe die Werte am besten um das Doppelte, also 128, 256, 512 oder 1024. Bedenke, dass eine Erhöhung allerdings auch die Audiolatenz erhöht.

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Deaktiviere die Ein- und Ausgänge

Öffne Live's Voreinstellungen unter Audio. Dort findest Du "Eingangskonfig" "Ausgangskonfig". Je nachdem, ob Du die Mono- oder Stereoein-/ausgänge verwendest, kannst Du die jeweils anderen deaktivieren (Mono/Stereo).

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2. Tipps zu CPU intensiven Plugins

Hier findest Du ein paar weitere Tipps zur Optimierung der CPU Auslastung:

Wavetable. Wir haben hierzu einen Artikel verfasst.

Echo. Auch hierfür gibt es einen Artikel.

Einfrieren von CPU intensiven Plugins. Spuren können eingefroren werden, indem Du mit der rechten Maustaste klickst und "Spur einfrieren" auswählst. Danach kannst Du die Spur in eine reine Audiodatei umwandeln, falls nötig.

Resamplen von CPU intensiven Spuren. Weitere Infos hierzu findest Du in unserem Handbuch unter 14. Eingänge/Ausgänge und Signal-Routing. 

Füge CPU intensive Plugins in die Return-Spuren ein. Somit kannst Du denselben Effekt für mehrere Spuren verwenden.

Verteile CPU intensive Plug-ins auf verschiedene Spuren. Jede Spur in Live nutzt einen Prozessorkern. Sobald mehrere Plugins in einem Instrument Rack oder Effect Rack zusammengefasst werden, ist die Prozessorlast ungünstig verteilt. Vereile sie daher am besten auf verschiedene Spuren, um somit mehrere Prozessorkerne zu belasten, anstatt nur einen.

Reduziere die Polyphonie der Plug-ins und Multi-InstrumenteJe weniger Stimmen Du verwendest, umso geringer die CPU-Auslastung.

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Deaktiviere die Spread Funktion. Manche Plug-ins haben einen Spread Parameter (z.B. Corpus, Operator, Sampler). Sobald Du diese Funktion aktivierst, werden zwei verstimmte Stimmen pro Note generiert, wodurch sich die Prozessoranforderung also verdoppelt. Spread solltest Du daher am besten deaktivieren, wenn Du es nicht benötigst.

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Schalte Reverb in den "Eco" Modus. Diese Funktion legt fest, wie sich die Reverb Qualität zur Computerleistung verhält. Eco nutzt minimale CPU Auslastung, während High die höchste Hall-Qualität liefert.

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Deaktiviere Filter, LFO und Effekte. Das gilt auch für sämtliche anderen Parameter, sofern sie nicht verwendet werden.

Deaktiviere das Warping in Simpler. Oder verwende einen anderen Algorithmus als Complex oder Complex Pro.

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3. Tipps zu Audiodateien

De-aktiviere den Hi-Q Modus in Audioclips. Diese Einstellung verbessert die Sample Rate Umwandlung, sobald Audiodateien transponiert werden, allerdings auf Kosten höherer CPU Last. Du findest den Hi-Q Knopf in der Sample Box.

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Gehe sparsam um mit der Nutzung der Warp Modi Complex und Complex Pro. Falls möglich, verwende einen der anderen Modi. Ansonsten könntest Du die Spur einfrieren und als Audiodatei verwenden.

4. Tipps zu generellen Systemkomponenten

Schliesse andere Programme. Öffne die Aktivitätsanzeige (Mac) oder den Task Manager (Windows) um zu sehen, ob andere Programme die CPU oder RAM in Anspruch nehmen, und schliesse sie dann.

Deaktiviere Bluetooth, Wi-Fi und die Webcam. Sie alle können in die CPU Last in die Höhe treiben.

Festplatten-Management. Prüfe die Festplatte Deines Rechners um zu sehen, ob Du noch genug freien Speicherplatz hast. Du solltest immer mindestens 10% freien Platz haben - je mehr Platz auf der Festplatte, umso besser.

Deaktiviere die Funktion, dass Windows USB Geräte automatisch abschaltet. Windows schaltet USB-Ports automatisch aus, wenn sie nicht verwendet werden. USB-Audio-Schnittstellen müssen immer eingeschaltet sein, was zu CPU-Spitzen in Live führen kann, es sei denn, diese Funktion ist deaktiviert. Hier erfährst Du wie Du verhinderst, dass Windows USB-Geräte ausschaltet.

5. CPU-Drosselung reduzieren

Bestimmte Einstellungen oder Nutzungsarten Ihres Computers können die Leistung Ihrer CPU beeinträchtigen (die maximale Leistungsfähigkeit verringern).

  1. Halte Deinen Laptop immer angeschlossen

    Wenn ein Laptop vom Strom getrennt wird, könnte die CPU gedrosselt werden, wenn CPU-intensive Programme wie Live verwendet werden.
  2. Aktiviere den High-Performance-Modus (nur Windows)

    Windows hat eine Reihe von definierten Modi, von denen einige CPU-effizienter sind als andere. Der High Performance Plan wird jedoch empfohlen, wenn Du CPU-intensive Programme wie Live verwendest. So aktivierest Du den Hochleistungs-Kraftplan (Windows).
  3. Überprüfe die Akkulaufzeit

    Alte und ineffiziente Laptop-Batterien können die CPU-Ressourcen reduzieren. Ersetze sie bei Bedarf.
  4. Reinige die Ventilatoren und Lüftungsöffnungen

    Wenn Lüfter und Lüftungsöffnungen voller Staub oder Flusen sind, müssen sie sich stärker und länger drehen, um den Computer kühl zu halten. Dies führt zu thermischer Drosselung, da die Ressourcen des Systems umso geringer werden, je heißer der Computer wird. Wir empfehlen, die Lüfter und Lüfter Deines Computers einmal im Jahr von einem qualifizierten Fachmann reinigen zu lassen.
  5. Stelle sicher, dass Dein Computer gut belüftet ist

    Achte darauf, dass genügend kühle Luft um den Computer strömt. Stelle nicht schräg auf eine Liege, ein Polster oder eine Stoffoberfläche, die die Lüftungsöffnungen blockieren könnte. Wenn Du den Computer in einem warmen Raum verwenden, könnest Du einen externen Ventilator oder ein AC-Gerät verwenden, um ihn weiter zu kühlen.

6. Aufrüstung Deiner Computerkomponenten

Falls ein komplett neuer Computer nicht möglich ist, kann es auch schon helfen, einzelne Komponenten aufzurüsten. Am besten eignen sich hierfür der Prozessor, die Festplatte (SSD) und mehr RAM.