"Reduzierte Latenz beim Monitoring"

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Manche Geräte, Plug-ins und generell Audioeffekte, die den "Lookahead" Parameter nutzen (z.B. Kompressoren, Noise Gates und Limiter), erzeugen unter Umständen Latenz. Indem Du "Reduzierte Latenz beim Monitoring" aktivierst, kannst Du diese Latenz für all diejenigen Spuren umgehen, bei denen Monitor auf "In" oder "Auto" gesetzt ist.

Diese Einstellung kann unter Optionen ausgewählt werden und wird innerhalb eines Live Sets abgespeichert.

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Situation #1: Hardware, Instrumente oder Vocals abhören

Falls Du Hardware, Instrumente oder Vocals in einer Spur in Live abhörst, in der sich verschiedene Latenz erzeugende Geräte befinden, ist es empfehlenswert, die Option "Reduzierte Latenz beim Monitoring" zu aktivieren, um so die zusätzliche Latenz zu vermeiden.

Beachte: Es ist generell immer empfehlenswert, die Puffergröße so gering wie möglich zu halten, um die globale Latenz zu reduzieren. Weitere Informationen findest Du in unserem Artikel Reduzierung der Latenz.

Situation #2: Externe MIDI Geräte über eine MIDI- und Audiospur spielen

Wenn Du externe MIDI Geräte ohne Verwendung des External Instruments spielst, kann es sein, dass das resultierende Audiosignal der Hardware etwas verzögert wiedergegeben wird. Wie hoch diese Verzögerung ausfällt, hängt von der Höhe der Puffergröße und der Anzahl und Art der Geräte ab, die verwendet werden.

Indem Du negatives Track Delay auf der MIDI-Spur anwendest, kannst du die Verzögerung ausgleichen, was allerdings nur dann funktioniert, wenn "Reduzierte Latenz beim Monitoring" auch tatsächlich aktiviert ist. Da das Audiosignal des externen Synthesizers in einer anderen Audiospur abgehört wird, verschiebt das negative Track Delay der MIDI Spur automatisch alle anderen Spuren inklusive der Audiospur, die das Signal abhört.

"Reduzierte Latenz beim Monitoring" ermöglicht es, diese zusätzliche Latenz zu umgehen, wodurch die Audiosignale die Änderungen des negativen Track Delays wiedergeben.

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Anmerkungen zur Benutzung der Option "Reduzierte Latenz beim Monitoring"

 

Klicken

Wenn die Option aktiviert ist, kann es vorkommen, dass das Umschalten von Monitor auf "In" oder das Bereitschalten zur Aufnahme ein Klicken verursacht, da das Umschalten eine plötzliche Änderung der Latenzkompensation verursacht. Das fällt vor allem während der Verwendung von Push auf, da Push die ausgewählte Spur automatisch zur Aufnahme aktiviert. Während eines Live Gigs solltest Du die Option also besser deaktivieren, um das störende Klicken zu vermeiden.

Automation

Sobald die Option aktiviert wird, wird aufgenommene Automation im Verhältnis zum Audio- oder MIDI-Clip zeitlich falsch wiedergegeben, falls latenzerzeugende Plug-ins verwendet werden. Das hat zur Folge, dass Dein Track anders klingt, als Du ihn aufgenommen hast.

Probleme mit der Synchronisation

Spuren, bei denen Du den Eingang abhörst, haben zwar die niedrigst mögliche Latenz, laufen aber eventuell nicht mehr synchron zu den anderen Spuren Deines Sets. Im umgekehrten Fall, sprich wenn die Option "Reduzierte Latenz beim Monitoring" deaktiviert ist, laufen zwar alle Spuren synchron, aber Spuren, deren Eingang Du abhörst, haben eine höhere Latenz.