Audioaussetzer und Knackser

  • Live Versionen: 8 - 10
  • Betriebssysteme: Alle

Sobald die CPU Belastung für Deinen Computer zu hoch wird bzw. die Puffergröße zu niedrig angesetzt ist, kann es unter Umständen zu Knacksern und Audioaussetzern während der Wiedergabe kommen.

In diesem Artikel decken wir die häufigsten Gründe für diese Probleme ab und zeigen Dir mögliche Lösungen:

  1. Updates
  2. Verändere die Puffergröße, Sample Rate und andere Audiowerte
  3. Prüfe das Audio-Interface
  4. Reduziere die CPU-Belastung
  5. Halte die Festplattenüberlastung so niedrig wie möglich
  6. Achte darauf, Deinen Rechner so leistungsfähig wie möglich zu gestalten
  7. Optimiere Deinen PC für Audio (Windows)

1. Updates

Stelle sicher, dass Dein System auf dem aktuellsten Stand ist.

  1. Installiere die aktuellste Version von Live
  2. Installiere die aktuellste Version von Max for Live (Live 9 und früher)
  3. Installiere den aktuellsten Treiber und die neueste Firmware für Dein Audio Interface
  4. Bringe all Deine Plugins und Max for Live Patches auf den neuesten Stand
  5. Installiere eventuelle Updates Deines Betriebssystems

2. Verändere die Puffergröße, Sample Rate und andere Audiowerte

In computerbasierten Audiosystemen kann ein wenig Latenz nicht komplett verhindert werden (Pufferkapazität), um einen störungsfreien Audiofluss während der Wiedergabe, Aufnahme und Verarbeitung zu ermöglichen. Falls die Puffergröße jedoch zu niedrig angesetzt ist, können Audioknackser und -aussetzer auftreten. Eine optimale Wiedergabe erreichts Du folgendermaßen:

  1. Öffne in Live Voreinstellungen → Audio
  2. Erhöhe den Wert der Puffergröße. Finde am besten den Wert, ab dem die Audioknackser aufhören
  3. Verwende immer verdoppelte Werte: 32, 64, 128, 256, 512, 1024
  4. Reduziere die Sample Rate auf 44,100 Samples

Beachte: Eine höhere Puffergröße erhöht auch die Audiolatenz.

Verwende ASIO als Treiber (WIndows)

  1. Um die beste Leistung zu erhalten, empfehlen wir ASIO statt MME/Direct X als Treiber zu verwenden
  2. Falls für das Interface kein ASIO Treiber vorhanden ist, wäre ASIO4ALL die nächste Wahl
  3. Beachte: Bei vielen ASIO Interfaces ist es nur möglich, die Puffergröße über deren eigenes Systemfenster zu ändern.

Zurücksetzen der Treiberfehlerkompensation:

Falls die Treiberfehlerkompensation auf einen sehr hohen Wert gesetzt wurde, kann es zu Audioproblemen führen. Für diesen Fall findest Du weitere Infos in unserem Artikel zur Treiberfehlerkompensation.

3. Prüfe das Audio-Interface

Das Audio-Interface

  1. Stelle sicher, dass Treiber und Firmware des Gerätes auf dem neuesten Stand sind
  2. Für ältere Modelle kann es unter Umständen keine Treiber für aktuelle Betriebssysteme mehr geben. Falls das Interface sogar nicht mehr hergestellt wird, könnte es notwendig sein, auf ein neueres Modell umzusteigen.
  3. Manche neuere Macs und PCs haben USB 3.0 Anschlüsse. Achte darauf, dass Dein Audio-Interface auch tatsächlich kompatibel ist mit USB 3.0.
  4. Falls Du Dir unsicher bist, versuche, ob es stattdessen mir der eingebauten Soundkarte des Rechners funktioniert.

Prüfe alle Kabel, Adapter und USB-Hubs

  1. Da ein Audio-Interface über USB, Firewire oder Thunderbolt mit dem Computer verbunden ist, kann es vorkommen, dass Audioknackser durch die entsprechenden Verbindungskabel verursacht werden, z.B. durch defekte Kabel oder falsches Einstecken. Prüfe daher alle Verbindungen und tausche die Kabel / Adapter aus, wenn nötig.
  2. Verbinde das Interface direkt mit dem Rechner, anstatt über einen Hub zu gehen.
  3. Prüfe auch den USB-Anschluss des Computers auf Staub und Schmutz.

4. Reduziere die CPU-Belastung

Sobald der Wert in Live's CPU Anzeige dem Wert von 100% nahekommt, ist die Audioverarbeitung ausgereizt und es ist möglich, dass Audioaussetzer und -knackser auftreten.

Dieser Artikel erklärt Dir, wie Du die CPU Last am besten senken kannst.

5. Halte die Festplatten-Überlastung so niedrig wie möglich

Sobald die Festplatte mit dem Lesen oder Schreiben der Daten nicht mehr schnell genug nachkommt, kann es zu Aussetzern kommen. In diesem Fall wirst Du bemerken, wie sich die Festplatten-Überlastungsanzeige orange färbt. Dies kann vor allem dann dazu führen, wenn eine Vielzahl an Samples gleichzeitig getriggert wird.

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Um eine Festplattenüberlastung zu vermeiden, findest Du Hilfe in diesem Artikel.

6. Achte darauf, Deinen Rechner so leistungsfähig wie möglich zu gestalten

Ein schwacher Computer kann unter Umständen die Audioprozesse effektiv genug bearbeiten, was wiederum zu Audioaussetzern und -knachsern führen kann. Unsere Live 10 Mindestanforderungen zählt die absoluten Mindestanforderung auf, damit Live funktioniert. Sollte Dein Rechner also diese Werte nur gerade so erfüllen, kann es je nach Grad der Komplexität der Live Sets zu schwacher Leistung führen. Was den professionellen Bereich angeht, kann man getrost feststellen "Je leistungsstärker, umso besser". Hier findest Du unsere Tipps zum Kauf eines Computers.

7. Optimiere Deinen Windows PC für Audio

Hier findest Du unsere Tipps, wie Du Deinen PC für Audio optimieren kannst.

CPU Drosselung deaktivieren (Windows)

Falls Du feststellst, dass es die Audioprobleme verringert, sobald Du Multicore Unterstützung in Live's Voreinstellungen deaktivierst, könnte es sein, dass Dein Rechner die CPU drosselt.

Manche Computer ermöglichen es, die CPU zu drosseln, um den Computer im Hinblick auf Energieverbrauch und Batterieleistung zu schonen. Diese Option schränkt somit jedoch die Leistung ein und führt, vor allem, wenn rechenintensive Aufgaben wie Audioberechnungen durchgeführt werden müssen, zu Audioknacksern und -aussetzern.

Hier findest Du unsere Erklärung, wie Du die CPU Drosselung unter Windows deaktivierst.